VISA / MasterCard
Kreditkarten stellen auf Reisen einen guten Kompromiss zwischen einfacher Handhabung und Sicherheit dar. Sie eignen sich sowohl zur bargeldlosen Bezahlung von Waren und Dienstleistungen auch über Telefon oder Internet als auch für Bargeldabhebungen am Geldautomaten oder Bankschalter.
Bei den meisten in Deutschland gängigen VISA-Karten oder MasterCards handelt es sich übrigens streng genommen gar nicht um echte Kreditkarten mit Ratenzahlungsoption, sondern um Debit- oder Chargekarten, bei der die ausgegebenen Beträge entweder sofort oder einmal monatlich von einem Referenzkonto eingezogen werden. Trotz der anderen Art der Abrechnug sind die Möglichkeiten, mit der Karte zu zahlen oder Bargeld zu bekommen, ansonsten identisch.
Vorteile
- Das Geld bleibt bis zur Abhebung bzw. Zahlung auf Ihrem Konto.
- Sie sind weitgehend gegen das Diebstahlrisiko geschützt. Wenn Ihre Karte gestohlen wird, haften Sie bei Missbrauch nur so lange, bis Sie den Verlust Ihrer Bank melden bzw. die Karte sperren lassen. Auch vorher ist die Haftung in der Regel auf einen Höchstbetrag von €150 beschränkt. (Maßgeblich sind die allgemeinen Geschäftsbedingungen Ihrer Bank.)
- Sie können über die Angabe der Kartendaten Sicherheitsleistungen stellen (z.B. eine Mietwagenkaution oder Anzahlung), ohne das Geld wirklich auf den Tisch legen zu müssen auch wichtig bei Buchungen über Telefon und Internet.
- Bei vielen Kreditkarten sind eine Reihe von Reiseversicherungen im Leistungsumfang enthalten.
Nachteile + Risiken
- Mit der falschen Karte können Barabhebungen ein teures Vergnügen werden. Viele Banken (aber nicht alle) berechnen hierfür relativ hohe Gebühren.
- Wenn Sie die Karte zum Bezahlen außerhalb des Euro-Raumes einsetzen, wird immer eine Fremdwährungsgebühr fällig, außerdem müssen die Händler eine prozentuale Gebühr an das Kartenunternehmen zahlen, die sie bei Kartenzahlung oft auf den Preis aufschlagen.
- Missbrauchsrisiko: Ihre Kartendaten und die PIN stellen für Verbrecher ein lukratives Ziel dar.
Die wichtigsten Zahlungsmittel-Tipps:
Sparen Sie sich die Gebühren!
Normalerweise gehen etwa 3 bis 5% Ihrer Urlaubskasse für Gebühren beim Geldwechsel bzw. bei Bargeldabhebungen drauf, bei Kleinbeträgen sogar oft deutlich mehr.
Damit müssen Sie sich nicht abfinden: Schon seit einiger Zeit bieten viele Direktbanken kostenlose Konto-Pakete mit Kreditkarten an, mit denen Sie weltweit gebührenfrei Geld am Automaten in Landeswährung abheben können und auch noch Zinsen für Ihr Guthaben kassieren ideal als Urlaubskonto für Ihre Reisen und zum Sparen zwischendurch.
Wir haben auf dieser Seite die interessantesten Angebote für Sie zusammengestellt. Und wie es sich für Direktbanken gehört, kann bei allen das Konto auch gleich online eröffnet werden.
Der Mix macht's
Verlassen Sie sich nicht aussschließlich auf ein einziges Zahlungsmittel! Sonst könnten Sie im Fall von Diebstahl, Kartenverlust oder technischen Problemen schnell ohne Geld im Ausland stehen.
Wählen Sie für den Normalfall Zahlungsmittel, die günstig und bequem sind, zum Beispiel die Kombination von Bargeld in Landeswährung und VISA- oder MasterCard. Nehmen Sie aber für Ausnahmesituationen zusätzlich eine eiserne Reserve in Form von Reiseschecks und/oder Bargeld in einer harten Währung mit.
Landeswährung erst vor Ort kaufen
Währungen, die normalerweise höheren Schwankungen unterliegen, sollten Sie erst im Reiseland kaufen. Der Kurs ist dort fast immer besser.
Für Ihre Hausbank ist es ein Risiko, schwankungsanfällige Währungen vorrätig zu halten, und dieses Risiko gibt Sie in Form von ungünstigeren Wechselkursen an Sie weiter. Je "weicher" eine Währung, desto größer ist in der Regel die Differenz zwischen Ankaufs- und Verkaufskurs.
Wenn Sie die Fremdwährung schon deutlich vor der Reise kaufen, tragen Sie das Risiko in dieser Zeit selbst. Und bei einer hohen Inflationsrate im Reiseland kann Ihre Urlaubskasse innerhalb von wenigen Wochen merklich schrumpfen.